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    Pathologisches Institut

    Billroth kritisiert Virchows Zellularpathologie

    Theodor Billroth (1829-1894) schwankte zunächst zwischen einer pathologischen und chirurgischen Karriere. Nachdem er Virchow bei der Bewerbung um den Pathologielehrstuhl des verstorbenen Meckel 1856 in Berlin an der Charite unterlegen war, entschied er sich für die Chirurgie und wurde später in Zürich und Wien berühmt.

    Billroth stimmte grundsätzlich mit Virchows pathologischen Auffassungen überein. Insbesondere lobte er dessen "Zellularpathologie" und nannte sie "in Form und Darstellung ein Meisterwerk". Als Chirurg hatte er jedoch Probleme mit der praktischen Anwendung der Virchowschen Theorie, nach der jede Krankheit in den Zellen residiert. Infolgedessen kritisierte er Virchow insofern:

    "Doch redet er nur von der Pathologie der Zellen und nicht von der Pathologie des Organismus; er prätendiert die völlige Gleichartigkeit der Zelle mit dem Organismus. Die lokalen morphologischen Vorgänge haben ihn völlig dumm gemacht für die Auffassung allgemeiner Krankheitsprozesse; er löst alles in Lokal-Pathologie auf. Was soll der Arzt ... mit diesen Anschauungen! Wenn ihm hier gesagt wird, in den Zellen steckt die Krankheit, die Zellen müssen behandelt werden, wie wird er sich wundern, wenn er ans Krankenbett kommt."

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