Intern
    Pathologisches Institut

    Empfehlungen an Einsender für Entnahme, Fixation und Versand von zytologischem Untersuchungsgut

    Kontakt und Auskünfte: Tel. 0931 / 31-81236

    Wie für alle anderen Probenarten, bitten wir auch für die Einsendung von zytologischem Untersuchungsgut um lückenlose Probenidentifikation und Beifügung eines vollständig ausgefüllten Auftragsformulars.

    Anspruchsvolle zytologische Diagnostik erfordert neben einer korrekten Technik der Materialentnahme möglichst gut erhaltene Zellen. Dies lässt sich entweder durch sofortige Überbringung des - dann nativen - Materials ins Pathologische Institut erreichen oder durch korrekte Konservierung bzw. Fixation (z.B. mit 4 % Formalin). Sowohl unkorrektes Fixieren als auch längeres Stehenlassen von unfixiertem Material führen zu Artefakten bzw. Lysen, welche die diagnostische Beurteilung erschweren oder völlig unmöglich machen.

    Empfehlungen für die häufigsten Materialarten

    • Feinnadelpunktate (z.B. von Tumor, Lymphknoten, Mamma, Schilddrüse, Prostata): Die Flüssigkeit kann entweder fixiert (4 % Formalin, etwa 1/3 bis 1/4 der Gesamtmenge) in Kunststoffröhrchen eingesandt werden, oder als Austrichpräparat, ebenfalls in spez. Versandbehältern. Bei der Anfertigung von Ausstrichen folgen Sie bitte dieser Anweisung. Bei größeren Aspiraten empfehlen wir die Einsendung der gesamten Flüssigkeit; bei geringem Materialvolumen die Selbstanfertigung von Ausstrichen.
    • Punktionsflüssigkeiten (z.B. von Pleuraerguß oder Aszites): Das Punktat ist durch Hinzufügen von 4 % Formalin (ca. 1/4 des Punktatvolumens) zu fixieren und in einem fest verschlossenen (d.h. verschraubten) Kunststoffgefäß einzusenden. Bitte schicken Sie uns die gesamte Flüssigkeitsmenge (jedoch max. 1 Liter), um bei der Zentrifugation genügend viel Zellvolumen zur Herstellung von Paraffinzellblockpräparaten zu erhalten.
    • Urin: Per Katheter gewonnene Spülflüssigkeit ergibt bessere Resultate als Sammelurin. Wie bei Punktionsflüssigkeiten ist die gesamte Flüssigkeit fixiert (4 % Formalin, etwa 1/3 bis 1/4 der Gesamtmenge) in einem fest verschlossenen Behälter einzusenden.
    • Sputum: Bei verdächtigen radiologischen Befunden sollte der Thorax auf der jeweiligen Seite perkutiert werden, um die zelluläre Ausbeute zu erhöhen. Für das Auffangen und Versenden des Sputum gibt es spezielle Kunststoffgefäße. Vor dem Versand fixieren Sie das Material bitte mit 2-3 ml 4-prozentigem Formalin.
    • Bronchusspülflüssigkeit (bronchoalveoläre Lavage): Die gesamte Spülflüssigkeit ist fixiert (4 % Formalin, etwa 1/3 bis 1/4 der Gesamtmenge) in einem fest verschlossenen Kunststoffgefäß einzusenden.
    • Zervixabstriche:  Nach der Anfertigung geeigneter Abstriche bitten wir um Übersendung der Objektträger in bruchsicheren Versandhülsen.
    Kontakt

    Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung - Pathologisches Institut -
    Josef-Schneider-Str. 2
    97080 Würzburg

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