Laufzeiten: vom Materialeingang zum Befund

Befundauskunft: Allg. Pathologie: Tel. 0931/31-81241; Referenzzentrum: Tel. 31-81246

Trotz unserer Bemühungen um rasche Befundung Ihrer Einsendungen sind Wartezeiten unvermeidbar wegen der Komplexität der pathologischen Diagnostik und des teilweise enormen Zeitbedarfs der einzelnen Arbeitsschritte: 1. Fixieren, 2. Einbetten (Paraffin), 3. Schneiden, 4. Färben, 5. Begutachten, 6. Befundschreiben. Gleich der 1. Schritt, die Fixierung, kann bis zu einem Tag dauern, wobei ein Unterschreiten der minimalen Fixationszeiten Qualiltätseinbußen bei der späteren Färbung (und Probleme bei der Befundung) nach sich zieht. Ergibt sich bei der Begutachtung die Notwendigkeit von Zusatztests (z.B. immunhistochemisch oder molekularpathologisch), können sich die Wartezeiten bis zum definitiven Befund z.T. beträchtlich verlängern. In diesen Fällen erfolgt zunächst auf der Basis der 1. Begutachtung ein Erstbefund; über das Ergebnis der Zusatzuntersuchungen informieren wir dann in u.U. mehreren Zusatzberichten.

Die folgenden Angaben zum Zeitbedarf für die Befunderstellung sind Durchschnittswerte, die unter bestimmten Bedingungen im Einzelfall auch überschritten werden können. Bitte beachten Sie, daß es sich dabei um institutsinterne Laufzeiten handelt, zu denen sich noch die Befundübermittlungszeiten addieren, die beim Faxen nicht ins Gewicht fallen, bei der postalischen Briefzustellung jedoch ca. einen weiteren halben Tag betragen.

  • Schnellschnitt: Telefonische Befundmitteilung ca. 20 Minuten nach Materialeingang im Institut; bei großen Präparaten mit mehreren Fraktionen entspr. länger
  • Biopsien ohne Zusatzuntersuchungen: Ca. 50 % der Befunde am Tage X+1 (1 Tag nach Materialeingang), der Rest überwiegend am Tage X+2
  • Resektate (hauptsächlich onkologische Befunde): Ca. 50 % der Befunde bis zum Tage X+2, der Rest überwiegend 1 oder 2 Tage später. Die gegenüber Biopsien um 1 Tag höheren Werte erklären sich aus der bei Resektaten initial notwendigen 1-tägigen Formalinfixation.
  • Referenzzentrum (Lymphknoten): In 2/3 der Fälle erfolgt ein Erstbericht bis zum Tage X+4; diese Berichte basieren i.d.R. bereits auf ersten immunhistochemischen Färbungen. Bei Notwendigkeit weitergehender Tests (z.B. immunhistochemisch oder molekularpathologisch) werden deren Ergebnisse in Zusatzberichten mitgeteilt, deren Erstellungszeit abhängig ist vom Zeitbedarf der jeweiligen Tests (vgl. dort).
  • Hämatologie (Beckenkämme bzw. Knochenstanzen): Ca. 50 % der Befunde bis X+4, der Rest überwiegend bis X+6. Die relativ langen Laufzeiten sind eine Folge von labortechnischen Besonderheiten (Fixierung und Entkalkung dauern je einen Arbeitstag).
  • Zytopathologie:  Ca. 2/3 der Befunde am Tage X+1 (1 Tag nach Materialeingang), der Rest überwiegend am Tage X+2
  • Neuropathologie: Ca. 50 % der Befunde am Tage X+1, 2/3 der Befunde bis X+2; der Rest (oft mit Immunhistochemie) 1-2 Tage später
  • Immunhistochemische Tests: Zeitbedarf i.d.R. 2 Tage, d.h. bei Vorliegen von Paraffinblöcken
  • Molekularpathologische Tests: Zeitbedarf differiert stark abhängig von der Art des Test: ca. 2-7 Tage