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    Pathologisches Institut

    Die histologische Diagnostik von Operationspräparaten

    Operativ entferntes Gewebe - z.B. Tumoren, Organe oder Teile davon - wandert nach medizinischer Übereinkunft grundsätzlich zur histologischen Untersuchung in das Pathologische Institut. Dort beginnt seine Aufarbeitung mit seiner makroskopischen Inspektion und Beschreibung. Anschließend werden charakteristische oder besonders suspekte Gewebsstücke herausgeschnitten und für die mikroskopische Untersuchung histotechnisch präpariert.

    Insbesondere bei der histologischen Untersuchung von Tumoren geht es nicht nur um die eigentliche Diagnose (Art des Tumors, gut- oder bösartig?), sondern darüberhinaus um die detaillierte Erfassung ihrer Besonderheiten, vor allem:

    • Tumorausdehnung (Beschränkung aus das Ursprungsorgan oder Überschreiten der Organgrenzen mit Infiltration des umgebenden Gewebes?)
    • Lymphknotenbefall
    • Metastasierung (Fernmetastasen kann der Pathologe selbstverständlich nicht sehen, wohl aber Tumorzellabsiedelungen in lokale, im Operationspräparat enthaltene Lymphknoten)
    • Vollständigkeit der Tumoroperation (Entfernung im gesunden Gewebe, Abstand des Tumors zu den Resektaträndern)
    • Therapie- und prognoserelevante Parameter: dazu zählen vor allem Tumormarker, Proliferationsstatus (üblicherweise immunhistochemisch bestimmt mittels Ki67), Rezeptorstatus (obligat z.B. beim Mammakarzinom)

    Diese detailiierte Charakterisierung des Tumors erleichtert dem behandelnden Arzt die Einschätzung seiner Prognose sowie Entscheidungen über die weitere Therapie des Patienten (z.B. Nachoperation, Bestrahlung, Chemotherapie, adjuvante Therapie).

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