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    Virchow beschreibt Typhusfälle im Spessart

    Auf seiner offiziellen Erkundungsreise 1852 in den Spessart, wo Typhusfälle aufgetreten waren, entdeckte Virchow einige Fälle familiärer Übertragung. Er beschrieb sie in seinem Bericht über die "Not im Spessart":

    „Zuerst erkrankte die Mutter der Familie, Margaretha, 53 Jahre alt, die bis dahin bis auf einen alten, beweglichen Bruch ganz gesund gewesen sein sollte. Nach einer Wäsche, die sie im Dezember vorigen Jahres besorgte, erkrankte sie unter Frost, klagte über den Leib und legte sich. Sie hatte jedoch weder Erbrechen, noch Durchfall oder Verstopfung ... Sie starb nach 8 Tagen am 26. Dezember, nach der Aussage ihres Mannes besinnlich.

    Ihre Schwester, Katharina, 48 Jahre alt, besorgte bald nach dem Begräbnis die Wäsche der hinterlassenen Bett- und Kleidungsstücke und benutzte dann auch diese Betten selbst. Schon acht Tage nach dem Tode ihrer Schwester erkrankte sie ihrerseits unter Frost, Hitze, Kopfweh, fröstelte stets, hatte sehr viel Abweichen ... Sie sprach nicht irre, soll bis zuletzt besinnlich gewesen sein, und nur ihr Gehör habe gelitten. Sie starb am 25. Januar.

    Schon vor ihr hatte sich Johann Hermann, der zweite, 13jährige Sohn, gelegt, obwohl seine erste Erkrankung ziemlich gleichzeitig mit der seiner Tante erfolgt zu sein scheint. Er soll immer elend gewesen sein und eine böse Farbe gehabt haben. Schon während des Herbstes klagte er oft über Leibweh und entleerte einige Mal Würmer. Gehustet hat er selten. Die gegenwärtige Krankheit entwickelte sich ohne bestimmten Anfangspunkt, namentlich ohne Schüttelfrost. Er fühlte sich matt, sah elend aus, klagte über den Bauch, fröstelte, hatte große Hitze und Schmerzen im Kopf, wurde schwerhörig, unbesinnlich, ... Lichtscheu und Ausschlag wurden nicht beobachtet. Tod am 26. Januar, nachdem er etwa einen Monat krank gewesen war.“

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