Intern
    Pathologisches Institut

    Hermann Groll, Vorstand von 1934-1947

    • 1888: geboren in der Oberpfalz (Bayern)
    • 1913-21: Pathologieassistenz in München
    • 1921: Habilitation bei Max Borst
    • 1934: Berufung nach Würzburg
    • 16.3. 1945: Institutszerstörung im Krieg
    • 1947: Tod im Amt

    Hermann Groll (1888-1947) leitete die Würzburger Pathologie während des Hitler-Regimes, ohne selbst Nationalsozialist zu sein oder sein Amt in diesem Geiste zu führen. Infolgedessen wurde er nach Kriegsende und Zusammenbruch 1945 nicht abgesetzt, sondern blieb bis zu seinem Tode 1947 Direktor des Instituts. Da dies jedoch durch das schwere Bombardement Würzburgs am 16. März 1945 fast völlig zerstört wurde, war er in der Ausübung seines Amtes in den letzten Jahren stark eingeschränkt.

    Nach der Emeritierung Schmidts war die Neubesetzung des Würzburger Pathologielehrstuhls 1934, also ein Jahr nach der Machtergreifung Hitlers, natürlich ein Politikum. Daß jedoch keine politische Berufung eines Linientreuen erfolgte, verdankt Würzburg der Intervention von Max Borst, der den  Würzburger Lehrstuhl von 1906-10 innegehabt hatte und dafür sorgte, daß sein hochqualifizierter Schüler Groll, der sich bei ihm in der Münchener Pathologie nach 8-jähriger Assistenzzeit (1913-21) habilitiert hatte, berufen wurde.

    Während seiner Amtszeit in Würzburg litt Groll unter der schlechten personellen Ausstattung des renommierten Instituts. Mangels Studenten war er bei seiner Forschung fast völlig auf die Hilfe von Doktoranden angewiesen. Sein bedeutendster Mitarbeiter war bis 1939 Prosektor Erich Müller, der nach Grolls Tod 1947 die Leitung des zerstörten Instituts für kurz Zeit kommissarisch ausübte.

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