August Förster, Vorstand von 1858-1865

  • 1822: geboren in Weimar
  • Ausbildung als Zeichner
  • Assistentenjahre in Jena als Kliniker
  • Autodidaktische Fortbildung zum Pathologen
  • 1850: Lehrbuch der Pathologie publiziert
  • 1852: a.o. Prof. für Pathologie in Göttingen
  • ab 1854: Atlas der mikroskop. Pathol. publiziert
  • 1858: Berufung nach Würzburg
  • Sammlung pathologischer Präparate
  • 1861: Buch über menschliche Mißbildungen
  • 1865: Tod im Alter von 43 Jahren

August Förster (1822-1865) wurde 1858 erster regulärer Nachfolger von Virchow in der Würzburger Pathologie, nachdem Friedreich das Institut in der Übergangszeit geleitet hatte. Er war von Hause aus Kliniker und berühmt wegen seiner z.T. selbstillustrierten Lehrbücher, wobei ihm seine Ausbildung als Zeichner zugute kam. 

Seinem didaktischen Talent verdankte er denn auch den Ruf auf den berühmten Würzburger Lehrstuhl. Die Fakultät hatte nämlich in erster Linie nach einem guten Lehrer für den großen Medizinstudentenandrang gesucht. Tonangebend in der Berufungskommission war Rektor Rinecker, der schon Virchow an den Main geholt hatte und nach dem Tode Försters nacheinander drei Virchow-Schüler zu Würzburger Chefpathologen machte (Recklinghausen, Klebs, Rindfleisch).

Entsprechend seiner Vorgeschichte engagierte sich Förster in Würzburg vorwiegend in der akademischen Lehre und als klinischer Pathologe, weniger als Forscher und Wissenschaftler. Mit seinem durch einen Atlas komplettierten Lehrbuch schuf er das damals bedeutendste pathologische Unterrichtswerk, das erst durch ein Werk von Rindfleisch, seines 3. Nachfolgers in Würzburg, verdrängt wurde. Auch sein Werk über die Mißbildungen des Menschen war dank seiner sorgfältigen Illustrationen bemerkenswert.

Nach nur siebenjähriger Amtszeit - auch Virchow und Försters Nachfolger Recklinghausen dienten der Würzburger Pathologie 7 Jahre - starb der 3. Inhaber des pathologischen Lehrstuhls der Universität Würzburg 1865.