Intern
    Pathologisches Institut

    Das immunhistochemische Labor

    Mitarbeiterinnen des immunhistochemisches Labors

    Kontakt: Tel. 31-81242

    Das IHC-Labor am Pathologischen Institut besteht seit über 20 Jahren. Seine Bedeutung ist seitdem - parallel zur Bedeutung der Immunhistochemie in der pathologischen Diagnostik generell - ständig gewachsen, was sich in seinem Arbeitsvolumen von ca. 500 Färbungen pro Tag (entspr. > 100.000 Färbungen pro Jahr) spiegelt. Hauptanwendungsgebiete sind die Hämatopathologie mit dem Referenzzentrum für Lymphknotenpathologie sowie die allgemeine Tumordiagnostik

    Momentan sind ca. 150 Antikörper im Einsatz:

    • Hämatologische Marker: ca. 55
      • davon 34 lymphozytäre Marker (z.B. CD2-5, CD7-8, IGA,- G, -D, -M)
    • Epitheliale Marker: ca. 20 (z.B. (AE1/AE3) 
    • Hormonelle Marker: 15 (z.B. Östrogen, Progesteron, Her2/neu)
    • Marker für Aktivierung und Proliferation: 10 (z.B. Ki67)
    • Marker von Erregern: 10 (z.B. HBC, HBS, HSV, HPV)
    • Neurale Marker: ca. 10 (z.B. Neurofilamente)
    • Sonstige Marker: über 30 (z.B. Amyloid A, AFP, CEA)

    Der hämatologische Schwerpunkt des Instituts spiegelt sich in der großen Anzahl von hämatologischen Markern (55), die zudem durchschnittlich häufiger zum Einsatz kommen als die übrigen. So besteht die Standard-Hodgkin-Serie aus sechs Färbungen. Bei besonders schwierigen Konsultationsfällen kann diese Zahl noch übertroffen werden.

    Die AK-Färbung ist ein relativ aufwendiges Verfahren. Um die großen Probenvolumina zu bewältigen, wird ein Färbeautomat benutzt, der 300 Färbungen pro Durchlauf schafft und auch die Durchführungsbedingungen standardisiert, ein wichtiger Punkt, da die Färbungen auf eine Vielzahl von Faktoren - wie Temperatur, Konzentration diverser Ingredienzien, Inkubationszeit, pH - empfindlich reagieren. Trotzdem bleibt im IHC-Labor noch viel manuelle Arbeit zu tun, sowohl vor der automatischen Färbung (Schneiden der Blöcke und Aufziehen der Schnitte auf Objektträger, Entparaffinierung, Rehydrierung und Defixierung des Gewebes) als auch danach (Gegenfärbung mit Hämalaun, Dehydrierung und Folieneindeckung der Schnitte). Durch die Entwicklung von Automaten der 2. Generation, welche einige dieser Arbeitsschritte zusätzlich automatisieren, zeichnet sich hier eine gewisse Entlastung ab, ohne welche die zu erwartende weitere Steigerung der Färbezahlen nicht zu bewältigen wäre. Nur erwähnt seien abschlileßend drei weitere wichtige Aufgaben im Labor:

    • Qualitätskontrolle der Routinefärbungen
    • Spezialfärbungen in unfixiertem (frischem) Gewebe
    • Entwicklung, Testung und Optimierung neuer Färbeprotokolle für neue AK
    Kontakt

    Interdisziplinäres Zentrum für Klinische Forschung - Pathologisches Institut -
    Josef-Schneider-Str. 2
    97080 Würzburg

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